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Dirigent

Georg Di Filippo

Georg Di Filippo, geboren und aufgewachsen in Köln, lebt im Bergischen Land und arbeitet überwiegend im Großraum Köln als freiberuflicher Musiker, Arrangeur und Toningenieur. Den ersten Kontakt mit der Musik hatte er im zarten Alter von 6 Jahren, als ihm seine Mutter auf einer alten Wandergitarre, die aus ihrer Pfadfinderzeit übriggeblieben war, die ersten Griffe beibrachte. Schon bald war klar: Der Junge braucht ein eigenes Instrument. Und schon kurze Zeit später lag die erste Kindergitarre unter dem Weihnachtsbaum. Vom Blockflötenunterricht in der Grundschule hatte er sich nach wenigen Wochen selbst wieder abgemeldet, weil ihm "die Noten zu kompliziert" waren. Er verließ sich da lieber auf sein sicheres musikalisches Gehör (Heute schreibt er selbst ausgefeilte Noten-Arrangements, u.a. für die Wise Guys...).

Mit 8 Jahren hatte er seine Mutter auf der Gitarre bereits überflügelt und beherrschte die gängigen Kinder-, Wander- und Volkslieder, so etwa einmal die Mundorgel rauf und wieder runter. Mit 11 Jahren gab es dann zum ersten Mal "richtigen" klassischen Gitarrenunterricht an der Rheinischen Musikschule. Da musste erstmal die komplette Fingertechnik umgestellt und neu gelernt werden, was aber aus heutiger Sicht ein Segen war, denn so bekam er die Grundlagen dafür, was später einmal ein Teil seines Lebensunterhalts werden sollte. Damit verbunden war der Unterricht in Harmonielehre, was sich als ein ein weiteres Grundgerüst für den späteren Broterwerb erweisen sollte. Mit 13 stieg er denn in seine erste "richtige" Band ein, eine italienischsprachige Pop-Band, die ausschließlich aus Kindern und Jugendlichen in seinem Alter bestand. Hier bekam er von seinem Vater die erste elektrische Gitarre gesponsort (die er übrigens auch heute noch in ständigem Einsatz hat). Mit 16 stieg er dann auf Anraten seines damaligen Gitarrenlehrers (der meinte, er wäre ja so "U-Musik-verseucht") als E-Bassist in das Jugendblasorchester der Rheinischen Musikschule ein, wo er unter anderem Herbert Dietzen kennenlernte, der ihn viele Jahre später als Dirigent in ein Weidener Blasorchester holen sollte...
Nun kam also als Zweitinstrument der E-Bass hinzu. Die Schwierigkeit darin war nicht das Spiel an sich, das war relativ einfach, da das Instrument genau wie die ersten vier Saiten der Gitarre gestimmt wird. Die Schwierigkeit war, dass die Noten plötzlich im Bassschlüssel geschrieben wurden, welcher völlig anders zu lesen ist, als der "normale" Notenschlüssel, der für Gitarrennoten verwendet wird. Nach etwa zwei Jahren ständigen Übens war aber auch diese Hürde gemeistert, und er war nach dieser Zeit erstmals in der Lage, E-Bass "vom Blatt" zu spielen. So ging es Schritt für Schritt immer weiter auf dem musikalischen Werdegang: diverse Tanzkapellen (unter anderem auch einige Jahre in der Kapelle "Skyline" von Herbert Dietzen), eine BigBand, verschiedene Orchester und Chöre, in denen er über die Jahre hinweg mitgemacht hat, teils als aktiver Musiker, teils als Arrangeur, oft auch beides. In dieser Zeit entwickelten sich auch seine Fähigkeiten des Arrangierens: ein bestehendes Musikstück so in Noten zu setzen, dass es für eine bestimmte Besetzung von Musikern zum einen spielbar ist und zum anderen sich annähernd so anhört wie das Original (wobei manchmal auch gewollte Änderungen zum Einsatz kommen können...)

Später kam dann noch eine Ausbildung zum Toningenieur dazu, welche es ihm ermöglichte, zum Einen Aufnahmen von Musikern so herzustellen, dass es sich "wie auf Schallplatte" (CD/Cassette/wasauchimmer) anhört, und zum Anderen seine eigenen musikalischen Ideen so zu verwirklichen, dass sie sich der Nachwelt angemessen und wohlklingend präsentieren können. Und auch bei Livekonzerten sieht man ihn immer wieder mal am Mischpult stehen und die Tontechnik bedienen. Mittlerweile hat er seine Kenntnisse und Fähigkeiten als Arrangeur in dem Maße ausgebaut, dass er immer häufiger Anfragen bekommt von diversen Karnevals-Tanzcorps, die von ihm die neuesten Tänze arrangiert bekommen möchten, so dass sie von der jeweiligen Saalkapelle problemlos gespielt werden können. Außerdem arbeitet er seit mittlerweile über 10 Jahren als regelmäßiger Notensetzer für die Wise Guys, hat eine Zeitlang für das "guitar"-Magazin Gitarrentranskriptionen angefertigt, und spielt als Hobby E-Bass in der Kölschrock-Band "Veedel Vüür".

In den letzten Jahren hat er durch seine Tätigkeit in verschiedenen Sitzungskapellen nicht nur die Kölner Karnevalsszene kennengelernt. Nein, er landete auch eine Zeitlang in einem Orchester, welches in Düsseldorf eine Karnevalssitzung nach der anderen spielte (jedem Kölner kräuseln sich hier die Fussnägel hoch...), merkte aber ziemlich schnell, dass der Karneval in Düsseldorf sich - zumindest auf der musikalischen Ebene - nicht allzu sehr von dem in Köln unterscheidet. Und so gewann er auch in der Düsseldorfer Musikszene gute Freunde (beispielsweise hilft er ab und zu bei den "Swinging Funfares" als Gitarrist oder Bassist aus, wenn bei denen Not am Mann ist, und schreibt des öfteren neue Arrangements für sie). Mittlerweile beherrscht er nicht mehr nur Gitarre und Bass, sondern auch noch ein wenig Keyboards und Schlagzeug, und Gerüchten zufolge soll er seit kurzer Zeit mit dem Gedanken liebäugeln, Tuba lernen zu wollen...

Als dann vor einiger Zeit der bisherige musikalische Leiter des Musikchores, Michael Knipprath, aus beruflich-zeitlichen Gründen das Handtuch werfen musste, genügte ein Anruf seines alten Freundes Herbert Dietzen, und der Musikchor hatte einen neuen Dirigenten, dem es große Freude bereitet, mit den Leuten des Musikchors zusammenzuarbeiten, und der sich menschlich sehr gut aufgehoben fühlt.